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Wahrheiten zu Infrarotheizungen

“Liebe Stromheizungsgegner, bitte begegnet uns doch zumindest mit ein wenig mehr Kompetenz und Sachverstand. Derzeit ist es ja schon unwürdig; mit den aktuell verwendeten Argumenten werdet Ihr niemanden stoppen können. Diese beruhen im besten Fall auf Irrtümern. Aber die Vernunft wird siegen und die effizienten Infrarotheizungen werden kommen; es tut mir leid.”

Ich muss den Leser nun mit Aufzählungen von Richtigstellungen diverser Falschinformationen fordern.

1. Irrtum: »Eine Kilowattstunde bei Strom kostet € 0,27 und das ist mehr als das Doppelte von Gas und das Dreifache von Pellets.«
Was ist falsch daran? Die Preisangaben gelten für die Heizenergie, die tatsächlich eingekauft wird, und nicht für die Heizwärme. Dazwischen liegt der Wirkungsgrad der Anlage zur Wärmeaufbereitung. Für Heizwärme (Wärme ist eine Energieform mit der Einheit kWh) bzw. Heizwärmebedarf (jährlicher Wärmebedarf von Gebäuden, damit die Norminnenbedingungen bei allen Witterungen innerhalb eines Jahres erhalten werden) gelten um den Wirkungsgrad der Anlage erhöhte Kosten; die Verluste werden auch eingekauft. Daher werden oft Äpfel mit Birnen verglichen.

2. Irrtum: »Eine Gas-Zentralheizung in Brennwerttechnik hat 99% Wirkungsgrad.«
Beeindruckend: Gas wird verbrannt und erwärmt damit Brennraum, Kessel und Wasser. Das warme Wasser wird verteilt, erwärmt Heizkörper oder Flächenheizungen, durch diese die wird mühsam die Raumluft warm, die sich erst über Konvektion verteilen muss – und das alles mit insgesamt 99% Wirkungsgrad? Natürlich ist dies unmöglich: In einem Verbrennungssystem gibt es Verbrennungs-, Verteilungs- und Bereitstellungsverluste (die übrigens zumeist die größten sind). In Summe ergeben sich hier 30 bis 50% Verluste. Hinzu kommt noch, dass sich Wirkungsgrade bei Kesseln immer auf den Heizwert (Wärme ohne abgehenden erhitzten Wasserdampf) und nicht den Brennwert (tatsächlich eingekaufte chemische Energie) beziehen. Auch hier wird einiges in der Berichterstattung munter durcheinander gebracht. Bei elektrischen Heizungen ist dies anders: sämtliche eingekaufte Heizenergie wird in Heizwärme gewandelt. Infrarotheizungen bieten darüber hinaus weitere Einsparungen.

3. Irrtum: »Infrarotheizungen ist nur etwas für Werkhallen. Für den ständigen Wohnsitz ist eine Infrarotheizung allerdings nicht zu empfehlen … vorne heiß und hinten kalt« (Konsument 11/2014).
Wer das behauptet hat sich mit dem Thema nicht befasst. Bei diesem Artikel wird völlig übersehen, dass Infrarotwärme die physiologisch behaglichste Wärme ist. Alle Lebewesen sind darauf ausgerichtet, ihre Energie aus den wärmenden Strahlen der Sonne zu beziehen. Bewegte warme Luft trocknet die Haut aus, erzeugt damit eine Verdunstungskälte und braucht mehr Energie um das gleiche Wärmeempfinden zu geben. Bei echten Infrarotheizungen ist das anders: Strahlungswärme erwärmt den Menschen direkt, erzeugt früher Behaglichkeit und senkt dadurch in Folge den Heizwärmeverbrauch. Die Einsparung durch Strahlungswärme beträgt rund 25 bis 35% der Heizwärme. Die Einsparungen in der Heizenergie sind damit noch größer als oben beschrieben.

4. Irrtum: »Infrarotheizungen sind nur für Zweitwohnsitze sinnvoll.«
Echte Infrarotheizungen sind als Hauptheizungen für Hauptwohnsitze dringend zu empfehlen, da sie die höchste Behaglichkeit, den geringsten Energieverbrauch und die geringsten Gesamtkosten aufweisen.

5. Irrtum: »Strom ist zu wertvoll um ihn zu verheizen.«
Gas und Öl etwa nicht? Diese Stoffe wachsen doch gar nicht nach. Die einzige Chance für die Umwelt liegt in der Erzeugung vor Ort durch PV. Biomasse ist hier nicht ausreichend; genug Wald haben die wenigsten!

6. Irrtum: »Die CO2-Belastung von Strom ist so hoch.«
Diese Behauptung ist ebenso falsch. Lt. Österreichischem Institut für Bautechnik, Richtlinie 6 beträgt die CO2-Belastung durch elektrischen Strom 417 g/kWh. Nach eigenen Berechnungen gemäß Stromkennzeichnungsbericht 2013 (E-Control, 31. August 2013) liegt dieser Wert eher bei 159 g/kWh und nach Angaben der E-Control bei 125 g/kWh. In der Realität sind Heizungen mit Öl (rd. 320 g/kWh) oder Gas (rd. 240 g/kWh) schlechter als Strom. Weitere Unterschiede entstehen, wenn die CO2-Belastung nicht auf die Heizenergie sondern auf die Heizwärme bezogen wird, weil der Wirkungsgrad der Heizungsanlage noch mitberücksichtigt werden muss. Bei einem modernen Einfamilienhaus mit einem moderaten Heizwärmebedarf (HWB = 35 kWh/m²/a) und einer Wohnfläche von 150 m² liegt die jährlich Belastung durch das Heizen mit Öl rund bei 2,5 Tonnen CO2 und bei IR-Heizungen 1,4 Tonnen (nach OIB) bzw. 0,6 Tonnen (realistisch). In Kombination mit Photovoltaik bzw. E-Speicher wird der CO2-Ausstoß sogar negativ.

Leider waren dies viele Zahlen und Fakten und die Liste der Irrtümer ist noch nicht vollständig. Etwas Falsches ist rasch behauptet; für die korrekte Richtigstellung braucht es eben mehr Text.

Quelle: i-magazin.at vom 14.11.2014, Autor: Günther Hraby

 

Infrarotwärme – die Technik mit Zukunft

Effektive Wärmeleistung bei Infrarot Heizsystemen

 
Die herkömmliche Heiztechnik ist nicht in der Lage, die Infrarot-Wärme-Strahlung physikalisch richtig einzuordnen. Sie verharrt in den methodischen Prinzipien der klassischen Wärmelehre herkömmlicher Konvektionsheizungen und versucht nun, die Infrarot-Wärme dieser gleichzustellen.
Die Wärme-Strahlung ist jedoch eine elektromagnetische Welle und kann deshalb mit der Physik der Wärmeleitung und Wärmeströmung nicht gleichgesetzt werden. Man begeht damit methodisch einen gravierenden Fehler, welcher sich in den Wärme-Energie-Berechnungen und sogar im Energiegesetz niederschlägt.

 
Man unterscheidet Halbraumstrahlung und Hohlraumstrahlung. Ein Wohnraum gilt als idealer Hohlraum, da die langwellige Wärmestrahlung (Infrarot C) normales Glas nicht durchdringt.
Die mit Lichtgeschwindigkeit sich ausbreitende Strahlung wird somit zum grössten Teil von allen umliegenden Flächen absorbiert, (ca. 0,90 bis 0,92) und führt durch Strahlungsausgleich zu gleichmässig temperierten Raumoberflächen. Dies bedeutet, dass die abgegebene Wärmeleistung (Hohlraumstrahlung) höher ist, als die aufgenommene Stromleistung. Verhältnis ca. 1,6 zu 1,0.
Dieses Phänomen verstehen sogar Fachleute nicht. Es wird mehr Energie als Wärme abgegeben, als Strom verbraucht wird. Fast unglaublich, aber Tatsache in der Praxis.

 
Es handelt sich hierbei um quantenmechanische Wärmeübertragungs-Vorgänge, die mit der klassischen Wärmelehre und der Thermodynamik, nicht vergleichbar sind. Dadurch kommt es zu vielen falschen Behauptungen und Beurteilungen gegenüber der Infrarot-Heizung.

 
Eine Untersuchung von Dipl. Physiker G.F. Hoedtke ergab einen 64,7% höheren Stromverbrauch von Nachtspeicherheizungen gegenüber Infrarotheizungen.
Leider wird das Infrarot-System mit allen seinen Vorteilen dem Endverbraucher von der konventionellen Heizungslobby verschwiegen oder mit falschen Argumenten ausgeredet. Man sollte sich besser informieren lassen.

 
Zu bemerken ist dazu noch folgendes:
Bei einer Einstellung des Raumthermostaten, kann eine Temperatur von 3°C geringer gewählt werdenals bei herkömmlichen Heizsystemen. Die gefühlte Infrarotwärme wird dabei um diese 3°C höher vom menschlichen Körper empfunden. Da jedes Grad über 18°C Zimmertemperatur einen Mehrverbrauch von ca. 7% Energie kostet, werden hier schon 21% des Energieaufwandes eingespart.

 
Prof. Dr. C. Meier, Nürnberg, erläutert u.a. in einem Gutachten:
“Die Heiztechnik jedoch berücksichtigt diese besonderen Vorzüge in ihren Berechnungen leider nicht, sondern verfährt analog zu den Konvektionsheizungen. Auch die technischen Vorschriften behandeln die Strahlung falsch und ignorieren diese für den Menschen so vorteilhafte Heiztechnik. Der Kunde hat das Nachsehen. Bereits installierte Strahlungsheizungen deuten darauf hin, dass diese in Zukunft eine immer grösser werdende Verbreitung finden werden. “Temperierte Flächen” als Heizkörper, die
die Konvektion weitgehend ausschliessen und nur Strahlung verbreiten, werden im Rahmen dieser fortschrittlichen Heiztechnik damit in völlig neue Dimensionen vorstossen.”

Hybridtechnologie auch bei Infrarotheizungen

Aus der Automobilindustrie kennen wir die Hybridtechnologie, die Verbindung von herkömmlicher und neuer Technik. Auch im Bereich alternativer Heizungen gibt es diese Möglichkeit.

Funktion der Konvektion in der Hybrid Infrarotheizung:
Die Raumluft wird von einer dünnen, nur 1 cm dicken Heizung erwärmt und es entsteht somit eine angenehme Wärme im ganzen Raum. Somit wird im Gegensatz zu einer normalen Infrarotheizung, welche nur die Objekte und Körper erwärmt, hier auch die Luft aufgewärmt.

Funktion des Infrarotelements in der Hybrid Infrarotheizung:
Durch den vorderen Teil dieser Heizung, das Infrarotelement, entsteht eine angenehme sonnenähnliche Wärme , die direkt Körper und Oberflächen auf angenehme Art und Weise erwärmt.

Grosser Vorteil der Infrarottechnik ist die unmittelbare Wärme nach Einschalten des Geräts. Die Infrarotwärme ist innerhalb von Sekunden spürbar, während zu gleich die Raumluft durch die Konvektion aufgeheizt wird.

Vorteil der Hybrid Infrarotheizung:
Die Entscheidung zwischen den zwei Heizungsvarianten entfällt, und eine Hybrid Infrarotheizung ist günstiger als eine reine Infrarotheizung.

Mehr Infos: Energie Kompetenz Zentrum

Fossil ist autoritär, regenerativ ist demokratisch

Quelle: Die Zeit

Die Ukraine ist wirtschaftlich und politisch aufgrund der Abhängigkeit von russischem Erdgas ruiniert. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk wirft dem Westen vor, ihr aus Angst vor einem russischen Erdgasstopp nicht klar genug zur Seite zu springen und setzt zur Sicherstellung der polnischen Unabhängigkeit vom Kreml auf Atom, Kohle und Fracking. Und der Energiekonzern RWE erklärt, er könne die Ukraine mit Gas über Tschechien beliefern.  (Weiterlesen…)

Verbot von Öl- und Gasheizungen

Seit dem 01. Januar 2013 ist in Dänemark die Installation von Öl- und Erdgasheizungen verboten. Bereits am 22. März 2012 wurde unter der Bezeichnung «Die Grüne Veränderung für Dänemark» (Green Transition for Denmark) das Gesetz im nationalen Parlament verabschiedet, welches nun schon in Kraft ist, ohne dass in Dänemark jemand in seinem Neubau frieren muss. In unserem nördlichen Nachbarland wird zusätzlich ab 2016 der Austausch bestehender Anlagen verboten sein. Cornelia Daniel wundert sich bei Ecoquent zu Recht, warum dieser mutige Schritt bislang so wenig Beachtung findet. Ist die Tragweite dieser Entscheidung für ein Volk doch ähnlich dem Atomausstieg, wie Robert Doelling von den Energie-Experten zu bedenken gibt. 

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Hallo Welt!


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